Windows Root Server

Am 20. November im Jahr 1986 stellte Microsoft ein neues Betriebsystem vor. Windows in der Version 1.0 war ein reines 16bit System und prinzipiell nicht viel mehr, als MS DOS mit einer grafischen Oberfläche. Mit der Version 2.0, die im November 1987 erschien, änderte sich an diesem Fakt nicht viel. Das „Microsoft Disk Operating System“ blieb weiterhin die fest verankerte Grundlage, sodass Windows auch in der zweiten Auflage sich der gleichen Systemzugriffe bediente. Ein großer Meilestein wurde im Mai 1990 erreicht, denn hier erschien die neueste Windows-Auflage 3.0. Mit ihr entstand auch eine experimentelle Variante WIN32S, welche zum ersten Mal auf einer 32bit-Basis arbeitete. Viele Komponenten dieser innoffiziellen Windows-Version fanden später auch in echten 32bit-Varianten ihren Einsatz. Mit den Erweiterungen der dritten Auflage von Windows wurde erstmals auch ein kooperatives Multitasking entworfen, welches in der Workgroups-Version von Windows auch mit einer Netzwerkfähigkeit versehen war.

Der Name „Windows for Workgroups“ verschwand am 15. August im Jahre 1995 wieder von der Bildfläche dieser Betriebssysteme. Unter dem anfangs noch geheimen Codenamen „Chicago“ stellte das Team unter Bill Gates den neuesten Ableger namens Windows 95 vor. Es hatte zum ersten Mal einen echten 32bit-Betriebskern welchen von virtuellen Gerätetreibern gesteuert wurden und somit jetzt auch nicht auf den Zugriff von DOS zurückgreifen musste.

Mit der späteren Weiterentwicklung von Windows NT (New Technologie) erfuhr das Microsoft Betriebssystem nochmals einen einschneidenden Wandel. Über die Versionen 3.1, 3.5 und 3.51 sollte die vierte Variante die Zuverlässigkeit von Windows noch deutlich steigern. Durch zahlreiche Neuerung, wie das NTFS-Dateiformat und die Multimediaschnittstelle DirectX, stieg nicht nur die Zahl der privaten Interessenten. Auch immer mehr Firmenkunden machten Windows zu ihrer geschäftlichen EDV-Basis.

Um den Businessbereich noch besser versorgen zu können, veröffentlichten die Entwickler Windows 2000 im Mai des gleichen Jahres. Da Unternehmen oft ganz andere Ansprüche an ein Betriebssystem haben als Privatanwender, verfügte das neue Betriebssystem ebenso über komplexere und umfangreichere Schnittstellen. Mit der Server-Edition konnten erstmals bis zu 4 Prozessoren und 4 Gigabyte Arbeitsspeicher verwaltet werden, was die Leistungsfähigkeit enorm steigerte. Durch die spätere Fortsetzung dieser Reihe mit den Versionen „Advanced Server“ und „Datacenter Server“ bot Microsoft seinen Kunden eine Lösung an, die mit einer unglaublichen Anzahl von bis zu 32 parallel geschalteten Prozessoren arbeiten konnte. Komplexe Businesslösungen waren so kein Problem mehr und sind es auch heute nicht. Denn Microsoft will nach eigenen Aussagen, Windows 2000 Server sogar bis ins Jahr 2010 weiter unterstützen und so dieses Betriebssystem mit sicherheitsrelevanten Updates versorgen.

Um den Ansprüchen der zahlreichen Microsoft-Kunden in jeder Hinsicht auch fortführend gerecht zu werden, entschied man sich im Jahr 2003 zur Einführung eines würdigen Nachfolgers von „Win2k“. Zwar enthielt die neue Version Windows Server 2003 kaum grundlegende Neuheiten, jedoch hatte Microsoft hier versucht, sein Betriebssystem noch business-tauglicher zumachen. Der Internet Information Server, kurz IIS, wurde beispielsweise nicht mehr standardmäßig mitinstalliert. Das System konnte so schneller und einfacher auf die jeweilige Aufgabe eingestellt und konfiguriert werden.

Zusätzliche Backup-, Domain- und Verschlüsselungsfunktionen rundeten die Vielfältigkeit von Server 2003 weiter ab und lassen auch bei hohen Ansprüchen kaum noch Wünsche offen. Selbst für noch komplexere Rechner gibt es bei dieser Windows-Version eine Lösung. Mit der neuen 64-bit-Tauglichkeit, werden Computersysteme der neuesten Generation unterstützt eröffnen den Kunden eine noch höhere Speicherkapazität.

Ein großer Vorteil der Server-Versionen ist sicherlich der hohe Sicherheitsstandard, auf den Unternehmen besondern Wert legen. Der Support der verschieden Rechnerarchitekturen ist ebenfalls positiv hervorzuheben. Dieser durchweg gute Eindruck wird ein wenig durch die fehlende Konfiguration von Benutzerkonten getrübt. Diese moderne Verwaltung von verschiedenen Arbeitsplätzen an nur einem Computer, die man aus Windows XP kennt, zählt nicht zu den Stärken der  Server-Variante. Trotz dessen bleibt Windows-Server ein sehr solides, zuverlässiges und sicheres Betriebssystem für die verschiedensten Businessansprüche.