Root Server Vergleich

rootserververgleich2Der direkte Linux und Windows Rootserver Vergleich der Anbieter 1Blu, 1&1 sowie Strato. Hierbei wurden die Angebote in die Kategorien ” Einsteiger Server “, ” Business Server ” sowie ” Expert Server ” unterteilt. Je nach Kategorie wurden die entsprechenden Root Server Angebote dieser Anbieter aufgelistet und nach Preis-/Leistungsverhältnis aufgegliedert.

Einsteiger-Klasse


Root Server Einsteiger-Klasse – Ideal für den Einstieg, bzw. kleinere Projekte:

CPU RAM HDD Traffic Preis pro Monat ab Anbieter
1blu-RootServer “Speed” 8 GB 300 GB unbegrenzt 19,90 Euro 1Blu
AMD Opteron 1381 4 GB 1000 GB unbegrenzt 39,90 Euro* Strato
AMD Opteron Dual-Core Prozessor 2 GB 250 GB unbegrenzt 39,99 Euro 1&1
Root-Server M 24 GB 2 1 TB unbegrenzt 49,00 Euro hosteurope

Business-Klasse


Root Server Business-Klasse – Ideal für Unternehmen und mittlere Projekte:

CPU RAM HDD Traffic Preis pro Monat ab Anbieter
1blu-RootServer 6P 24 GB 1000 GB unbegrenzt 59,00 Euro 1Blu
Intel Sandy Bridge G530 16 GB 2x 2000 GB unbegrenzt 89,00 Euro Strato
AMD Opteron 1356 16 GB 1000 GB unbegrenzt 79,99 Euro 1&1
Root-Server XL 48 GB 3x 1000 GB unbegrenzt 99,00 Euro hosteurope

Expert-Klasse


Root Server Expert-Klasse – Ideal für Shopanwendungen mit hohem Traffic, sowie grossen Projekten:

CPU RAM HDD Traffic Preis pro Monat ab Anbieter
1blu-DedicatetServer XXP 32 GB 2x 128 SSD / 2 x 2TB unbegrenzt 89,00 Euro 1Blu
AMD Opteron 6128 32 GB 2x 1000 GB unbegrenzt 119,00 Euro* Strato
Intel® Xeon® E5-2640 32 GB 2000 GB (Raid 1) unbegrenzt 129,99 Euro 1&1
Root-Server XXL 48 GB 4x 1000 GB (SATA) unbegrenzt 129,00 Euro hosteurope


Stand des Root Server Vergleich: Januar 2014. Preise mit Stern sind kalkulatorische Jahresdurchschnittspreise für das erste Jahr, aufgrund von Aktionsangeboten – Alle Angaben ohne Gewähr, keine Managed Angebote !
Da alle Anbieter bei entsprechender Vertragslaufzeit (18 bzw. 24 Monate) keine Einrichtungsgebühr erheben, wurde dieses Kriterium im Vergleich nicht berücksichtigt!
Informationen zu Vertragslaufzeiten und die jeweiligen Webhosting Anbieter, erhalten Sie in unserer Navigation.

Der obenstehende Root Server Vergleich ist basierend auf Linux Systeme. Zahlreiche Webhosting Anbieter bieten neben Linux auch das Betriebssystem Windows (ggf. gegen Aufpreis) an. Sofern Sie über keine Linux oder ausreichend Windows Kenntnisse verfügen, empfehlen wir Ihnen sich einen sogenannten Managed Server zu mieten , hier übernimmt der Provider das Setup des Servers , Anpassung des Betriebssystems nach Ihren Bedürfnissen und richtet für Sie auch das Backup Ihres Servers ein.

Um sich den eigenen Linux oder Windows Dedicated Server zu mieten , gehören einige Punkte beachtet, welche wir Ihnen wie folgt zusammenstellen wollen:

1.) Grundsätzlich stehen Ihnen bei einem Root Server die Betriebssysteme Linux oder Windows zur Verfügung. Je nach Kenntnisse haben die Hosting Anbieter entsprechende Server im Angebot. Microsoft erhebt jedoch Windows Lizenzgebühren, somit sind Server mit dieser Variante oftmals in der Miete teurer

2.) Die Root Server Systeme sollten über ausreichen CPU Leistung (mittlerweile mehrere Kerne, Cores) , Arbeitsspeicher ( RAM ), Festplatte ( HDD oder im Internet auch Webspace ) verfügen. Festplatten als SSD , da diese eine wesentliche schnellere Zugriffsrate aufweisen! Beachten Sie hierbei das es sich um einen Dedicated Root Server handelt, d.h. um ein physisches Gerät. Somit sind Angebote wie ” unlimitiert ” nicht möglich ! Im Bereich der Anbindung Ihres Servers , sind mittlerweile Flat – Anbindungen Standard. Beachten Sie hier aber die AGB Ihres Providers, oftmals gibt es hier im Kleingedruckten Regelungen zur Nutzung der Anbindung und ggf. Drosselung dessen

3.) Prüfen Sie die Vertragslaufzeiten als auch Kündigungsfristen des Anbieters! Als Faustregel, je länger die Laufzeit desto besser der Preis. Kurze Laufzeiten rufen oftmals Setupgebühren hervor, da die Anschaffung eines Serversystems für die Hosting Anbieter recht kostspielig ist und auch die Einrichtung eines Servers mit Aufwand verbunden ist. Je nach Geschäftsmodell sollte hierbei die Flexibilität des Anbieters geprüft werden. Können Sie jederzeit ein Upgrade auf ein größeres System durchführen oder aber RAM-Bausteine , Festplatten oder ggf. CPU Leistung nachordern?

4.) Ein wichtiger Punkt in einer Miete eines eigenen Root Server ist der Support . Wenn Ihr Server Probleme bereitet sollten Sie mindestens über eine Management Console verfügen mit der Sie Ihren Root Server jederzeit neu installieren, rebooten oder in einen Rescue (Notsystem mit eventuellem Snapshot) selbständig booten können. Auch die Möglichkeit mittels KVM stellt eine professionelle Lösung dar. Somit können Sie auch Einstellungen im BIOS vornehmen oder mittels virtuellem Laufwerk völlig eigene Betriebssysteme installieren. Der Support Ihres Hosting Anbieters sollte neben E-Mail oder Ticketsystem, über eine kostenfreie oder Festnetzrufnummer, im besten Fall 24/7/365 erreichbar sein. Prüfen Sie vorab ob eine Hilfestellung seitens der Technik mit weiteren Kosten verbunden ist. Gerade in dem Bereich wo ein Provider “Hand anlegen” muss, sei es einen Reboot durchführt oder Ihnen auf der Root Umgebung hilft, verlangen diese oftmals entsprechend Pauschalen oder Stundensätze!

5.) Prüfen Sie ob weitere Features wie eine oder mehrere Domain inkludiert sind. Weiterhin benötigen Sie oftmals, z.B. beim betreiben von verschiedenen Projekten, unterschiedliche IP Adressen. Gerade für die Einrichtung eines eigenen SSL Zertifikat, zur Verschlüsselung eines Bestellvorgangs in einem Onlineshop, wird eine eigene dedizierte IP Adresse benötigt!

6.) Ein Vergleich der Administrationsoberflächen sollte ebenfalls durchgeführt werden. Die meisten Webhosting Provider bieten in der Miete eines eigenen Root Server das Panel ” Plesk ” an. Plesk ist für die Einrichtung Ihres Webspace, z.B. Email, PHP, MySql, von Vorteil. Plesk gibt es hier in verschiedenen Variationen und unterscheidet sich in der Anzahl der zu administrierenden Domains. Weitere Oberflächen sind Cpanel (vorallem im Ausland) oder vereinzelt noch das eingestellte Confixx

7.) Sofern Ihr Webhosting Anbieter nähere Informationen zur verbauten Hardware des Root Server liefert, prüfen Sie diese Hardware ob tatsächlich Server Hardware verbaut wurde. Gerade günstige Angebote haben oftmals nur Desktop, d.h. normale PC Hardware im Einsatz, die für den Dauerbetrieb nicht geeignet sind. Festplatten oder Mainboard-Ausfälle können sich über Stunden ziehen oder aber der Webhosting Anbieter tauscht den Root Server komplett aus und Sie müssen alles erneut einrichten!

8.) Bietet der Hoster auch Backup – Möglichkeiten für Ihren Root Server an? Gerade wenn Sie für die Administration Ihres Linux oder Windows Server verantwortlich sind, ist das Thema Backup eines der wichtigsten Punkte die beachtet werden müssen, da im Ernstfall (Unter Punkt 7 beschrieben) Sie hier mit in Verantwortung gebracht werden und der Webhosting Provider hier oftmals nicht in Verantwortung gezogen werden kann. Webhoster bieten oftmals FTP Backup zum mieten an!

9.) Vergleichen Sie unbedingt auch die Anbindung des Rechenzentrum. Diese sollte redundant, d.h. über mehrere Leitungen , angebunden sein. Sofern ein sogenannter Carrier ein Problem aufweist, läuft der sogenannte Traffic (Datenstrom) über die weitere Leitung. Je mehr redundante Anbindungen vorhanden sind, desto besser! Je nach Größe des Providers sollten die Anbindungen mindestens 100 mbits oder gar 1 Gbits (oder mehr), pro Anbindung, betragen.

Was ist ein Rootserver ?

Der Begriff Root Server übersetzt die eigentliche Bedeutung des Gerätes in direkter Form. Jedoch steckt hinter dem Gerät mehr als nur zwei Wörter. Übersetzt bedeutet der Begriff “Hauptserver” und je nach Anwendung stellt er dies auch dar.
Ob physikalisch vorhanden oder virtualisiert, dient der Root Server als Verteiler, Datenbank oder auch Speicher von und für Daten. Nicht nur das Betriebssystem sondern auch die komplette Hardware können in den meisten Fällen vom Kunden definiert werden. Die Performance wird vom Kunden bei der Bestellung ausgewählt und daraufhin wird dieser mit den spezifischen Kundenwünschen erstellt.

Nach der Einrichtung kann der Kunde/Benutzer remote auf den Server zugreifen, der in irgendeinem Rechenzentrum der Welt läuft. Remote bedeutet, dass der Kunde sich von Zuhause aus auf den Root Server anmelden kann. So als würde er sich auf seinem Computer Zuhause anmelden. Der einzige Unterschied liegt darin, dass der Kunde dann den Root Server als Fenster auf seinem PC geöffnet hat. Über dieses Fenster lassen sich alle Änderungen, wie auch bei einem richtigen PC, vornehmen.

Läuft der Server, bleibt es dem Kunden so gut wie komplett überlassen welche Anwendungen auf dem Server laufen. Ob der Server als Datenbank Storage für private oder Geschäftliche Daten dient oder er die Emails einer ganzen Firma verwaltet ist im Endeffekt dem Kunden überlassen. Ihm stehen dieselben Freiheiten, als würde er einen Server bei sich Zuhause betreiben.

Unabhängig von der primären Anwendung eines Root Servers, kann er auch als Gateway und kompletter “Manager” des privaten Netzwerks werden. In Verbindung mit dem richtigen Router lässt sich, so von jedem Punkt der Welt aus, auf das eigene Heimnetzwerk verbinden (VPN). Hat man dazu noch das geeignete Smartphone zur Hand, kann im Handumdrehen Zugriff auf die kompletten Emails gewährt werden. Parallel, von Zuhause und Unterwegs. Als Besitzer eines Root Servers kann auch selbst Webspace angeboten werden, so dass sich Ihre eigene und Webseiten anderer veröffentlichen lässt.

Der Vorteil gegenüber einem Root Server, im Vergleich zu einem “Home-Server”, liegen in der Unabhängigkeit des Standortes. Der Benutzer kann sein heimisches Netzwerk bearbeiten, ohne dass der Server davon betroffen ist. Vor allem ist die Anbindung und die Bandbreite des Root Servers im Rechenzentrum viel höher, als über das DSL oder die Standleitung von Zuhause. Bei dem Vergleich der Kosten für das Mieten (ca. 40€-90€/Monat) eines Root Servers und der Anschaffungs- und Stromkosten (ca. 300€/Jahr) eines “Home-Server”, dominieren die geringen Mietkosten des Root-Servers.

Vorteile eines Root Server

Wer im Internet präsent sein will, braucht mehr als nur Webdesign Kenntnisse. Vor allem muss sich ein Administrator zunächst Gedanken über das passende Hosting machen. Die Angebote sind mannigfaltig und verlocken jedes für sich mit ihren Vorteilen.

Ob nun betreute Webhosting Pakete mit ihren vorgefertigten Tools oder eigene Root Server mit schier grenzenlosen Möglichkeiten, oft haben potentielle Administratoren die Qual der Wahl. Wer ein wenig technisch begabt ist, sollte sich an einen “Dedicated Server” herantrauen. Der Begriff “Dedicated Server” ist nichts anderes als der Terminus Technicus für den so genannten “Root Server”. Bei einem Root Server handelt es sich um einen, meist auf Basis eines Linux Betriebssystem laufenden Server, der einer bestimmten Person zugeordnet ist. Dabei wird zwischen einem virtuellen und einem physischen Root Server unterschieden.

Vorteile eines Root Servers im Überblick

Die Vorteile eines Root Servers liegen eigentlich auf der Hand:

anders als bei den betreuten Hosting Paketen, die dem Benutzer lediglich einen FTP-Zugang zur Verfügung stellen , hat der Nutzer eines Root Servers die komplette Kontrolle über den Server, d.h. er erhält die vollen Administrationsrechte und kann nach eigenem Belieben verfahren. Insbesondere muss er sich den Server nicht mit mehreren Kunden teilen. Somit ist eine Rücksichtnahme auf Dritte nicht notwendig.
Die alleinige Nutzung des Servers bedeutet z.B. die Möglichkeit der vollen Nutzung der Bandbreite; dadurch entfallen die bei den betreuten Hosting Paketen oft auftretenden und gefürchteten temporären Komplettausfälle.

Bedenkt man, dass die meisten Komplettausfälle weniger auf technische Probleme des Providers, sondern eher auf die rücksichtlose Inanspruchnahme des Servers von einem oder mehrer Kunden, zurückzuführen sind, erscheint die alleinige Nutzung eines Root Servers um so attraktiver, denn auch wenn es sich bei dem besagten Root Server um einen virtuellen Server handeln sollte, bei dem sich mehrere Kunden einen Server teilen, sind Ausfälle nicht möglich.

Dies ist auf den Umstand zurückzuführen, dass jedem Kunden ein eigenes Betriebssystem mit einem bestimmten zugesicherten Anteil an CPU Leistung und Speicher zugeteilt ist. Auch bei voller Ausschöpfung des Angebots ist somit nur der jeweilige Kunde betroffen, während dritte Nutzer in ihrem Bereich nicht berührt werden. Dies bedeutet insgesamt eine hohe Verfügbarkeitsrate der jeweiligen Webpräsenz.

Ein weiterer Pluspunkt des Root Servers liegt im Datentransfervolumen.
Der Datentransfer über einen Root Server ist im Gegensatz zu betreuten Hosting Paketen, unvergleichbar groß; nicht selten liegt er im Bereich um einen Terrabyte.

Das großzügige Angebot an Traffic, Bandbreite, Speicherplatz sowie CPU-Leistung machen es möglich, dem Administrator ungeahnte Freiheiten einzuräumen.
So kann er das Betriebssystem nach Wunsch und Belieben konfigurieren, Programme installieren oder verschiedene Dienste anbieten.

Die Möglichkeiten sind mannigfaltig, ob nun der Betrieb eines Gameservers, eines Astrodienstes oder eines Werbeportals bezweckt wird, ist nicht ausschlaggebend.
Ausschlaggebend ist vielmehr, dass ein Administrator jeder Zeit seinen Server für private oder gewerbliche Zwecke nutzen kann.

Ein Server kann sogar mehreren Zwecken dienen.
Für den geübten Anwender ist die Einrichtung und Verwaltung von Subdomains in der Regel kein Problem.
Unter Umständen könnte ein Administrator auch als eigener Webhoster auftreten und Drittkunden betreuten Webspace anbieten.

Die freie Gestaltungsmöglichkeit der Root Server ermöglichen ein kreatives Schaffen auf dem Niveau der Profis. Wer professionell arbeiten will, bedarf der Installation von SQL-Datenbanken.
Während betreute Webhoster nur eine beschränkte Anzahl von SQL-Datenbanken erlauben und somit die Schaffung neuer Projekte und Präsenzen stark einschränken, lassen sich auf Root Servern in Windeseile immer wieder neue SQL Datenbanken installieren.

Nach Auflistung der Vorteile, mag ein Root Server als eine teuere Angelegenheit erscheinen, doch möglicherweise liegt der Vorteil des Root Servers neben der Unabhängigkeit und Flexibilität für den Kunden, auch in seinem Preis, denn die Durchschnittskosten eines Root Servers betragen regelmäßig kaum weniger als die eines großen Hosting Pakets.

Damit stellen die Root Server eine echte Alternative mit stetig wachsender Popularität für die Anwender dar.

Erfahrungen für einen Linux Root Server

Für Betreiber von Internet-Präsenzen, die zuvor nur mit Systemen wie Windows und Macintosh gearbeitet haben und primär an Inhalt und Design Ihrer Websites interessiert sind, mag die Verantwortung für einen kompletten Linux Root Server wie ein Sprung ins eisige Wasser wirken. Dieser Eindruck drängt sich sicherlich nicht ganz zu Unrecht auf – gelten doch sowohl für UNIX-artige Server-Systeme im allgemeinen, wie auch für Linux im besonderen radikal andere Bedienungsprinzipien als auf vertrauten, mausgesteuerten Desktop-Plattformen.

Die absolut standardisierte Art und Weise des schnellen, effizienten und durch Verschlüsselung gesicherten Fernzugriffs auf Linux Server wird über den OpenSSH-Server realisiert. Wahlweise per Passwort oder digitalem Schlüssel ermöglicht SSH die Anmeldung von Verwaltern und anderen Benutzern direkt in der Linux-Kommandozeilenumgebung des Servers, eine entsprechende Client-Software vorausgesetzt (z.B. PuTTY unter Windows).

Bei der Neueinrichtung eines Linux Root Servers sollte sich der frischgebackene Administrator in jedem Fall reichlich Zeit nehmen und Geduld beweisen, um typische Anfängerfehler zu vermeiden. Dazu empfiehlt sich durchaus auch die Literatur etwas allgemeiner gerichteter Werke, die über die spezifische gewählte Linux-Distribution hinaus grundlegende Konzepte von UNIX-ähnlichen Systemen beschreiben. Um applikationsspezifischen Support etwa über Mailinglisten, Newsgroups oder Foren gewinnbringend in Anspruch nehmen zu können, sollte der Systemverwalter zunächst bereits einen zumindest groben Überblick über Aspekte wie Dateisystemstruktur, Benutzerkonten- und Rechteverwaltung, per Skript automatisierte Start- und Stop-Infrastruktur von Diensten, Netzwerk-Protokolle und -topographie sowie nicht zuletzt Absicherung durch Passwörter, Verschlüsselung und Firewalls haben; derartige Kenntnisse werden in der Regel von Kollegen und anderen potentiellen Helfern vorausgesetzt. Stellt ein neuerlicher Serverbetreiber etwa in einem Forum eine konkrete technische Frage, so steigen die Chancen auf hilfreiche Antworten immens, sobald er zumindest ein grundsätzliches Verständnis des Problemfeldes demonstriert hat.

An vielen teilweise unerwarteten Stellen lauern kleinere und größere Fallstricke, die sich allerdings mehr aus aus technischer und historischer Natur als aus Böswilligkeit der Open Source-Entwicker ergeben; ein typischer solcher Anfängerfehler könnte es z.B. sein, den anfangs genannten SSH-Dienst versehentlich oder absichtlich zu beenden, ohne für dessen automatischen Neustart vorzusorgen – der Administrationsanfänger würde sich auf diese Weise blitzschnell selbst aus seinem Root Server aussperren.

Zwar nehmen moderne Distributionen und deren leistungsfähige Softwarepaket-Management-Systeme (apt in Debian GNU/Linux und Ubuntu Server, rpm in SuSE, RedHat, Fedora u.a.) dem Verwalter die Grundeinrichtung tausender text- oder datenbankbasierter Programme ab, doch ist in fast jedem Fall eine genauere manuelle Anpassung der zahllosen Optionen sinnvoll und notwendig. Hierfür müssen dann historisch gewachsene sogenannte Man-Pages (Online-Handbücher) in einem standardisierten Textformat direkt von der Linux-Kommandozeile aus konsultiert werden. Diese geben ausführlich Auskunft über Revisionsgeschichte, Funktionsumfang, Struktur und Syntax von ASCII-Text-basierten Konfigurationsdateien oder SQL-Datenbanken für ein spezifisches Programmpaket wie etwa den berühmten Apache-Webserver. Ein gutes Gedächtnis für teilweise exotisch anmutende Kommandozeilen, deren Syntax und Parameter ist ebenfalls von Vorteil.

Schließlich sollte der Administrator ebenfalls gewillt sein, regelmäßige Sicherheitshinweise und Updates nach kritischer Überprüfung auf seinem Server einzurichten, um böswilligen Hackern nicht durch veraltete Software zusätzliche Angriffspunkte zu offenbaren.

Wer bereits diverse Linux-Distributionen oder andere UNIX-ähnliche Betriebssysteme auf Desktop- und Workstation-PCs verwendet hat, ist auch beim Betreiben eines Linux Root Servers klar im Vorteil: von Systemen wie SuSE oder Ubuntu ist das Zusammenspiel grafischer und textbasierter Bedienungselemente bereits vertraut. Viele der täglichen Konfigurations- und Administrations-Handgriffe lassen sich dann fast 1:1 auf das Server-System im Rechenzentrum übertragen. Wenn man potentiellen Betreibern eines Linux Root Servers daher nur einen einzigen Rat mit auf den Weg geben könnte, so würde sich dieser auf die zur Wahl stehenden Linux-Distributionen beziehen. Bevor eine (kostenpflichtige) Entscheidung ansteht, sollten alle Optionen unbedingt auf einem privaten PC für einige Wochen kostenfrei ausprobiert werden. Mit Virtualisierungs-Software wie VMware, Parallels oder QEmu ist dies auch unter Windows jederzeit risikolos möglich. Die dabei gesammelte Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen.